Manche Einsätze bleiben im Gedächtnis. Nicht nur wegen ihrer Schwierigkeit, sondern auch wegen der kleinen Leben, die daran hängen. In dieser Woche durften wir gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr Osnabrück und anderen Tierschutzfreunden ein solches Leben retten. Eine verängstigte Katze hatte sich in den Motorraum eines Fahrzeugs geflüchtet und saß dort in einer der engsten Stellen fest.
Nur mithilfe einer Endoskop-Kamera gelang es uns, die kleine Maus überhaupt zu lokalisieren. Die Rettung war alles andere als einfach. Unser Vereinsmitglied Marvin hat mit viel Geduld und technischem Geschick den Unterbodenschutz sowie die Radhausschalen des Autos demontiert, um an das Tier heranzukommen.
Ein großer Dank geht an die Halterin des Fahrzeugs, die an diesem Nachmittag eigentlich noch nach Hamburg fahren wollte und uns dennoch die nötige Zeit und Ruhe gelassen hat, um die Rettung durchzuführen. Diese Geduld hat einem Tier das Leben gerettet.
Gerade bei kalter und nasser Witterung suchen sich Katzen und andere kleine Tiere gerne warme und geschützte Plätze. Motorräume bieten sich da leider besonders an. Erst vor Kurzem hatten wir in einem Beitrag genau darauf hingewiesen. Und tatsächlich: Es war an diesem Tag nicht der einzige Fall einer Katze im Motorraum.
Deshalb unser Appell an euch: Achtet auf eure Umgebung, bevor ihr ins Auto steigt. Ein leises Miauen, ein Kratzen oder Rascheln kann ein stummer Hilferuf sein. Gerade bei kühlem oder regnerischem Wetter suchen sich Tiere Schutz im Motorraum, oft unbemerkt. Macht es euch zur festen Gewohnheit, vor jeder Fahrt unter die Motorhaube zu schauen. Es dauert nur einen Moment, kann aber ein Leben retten.
Wir sind jederzeit für solche Notfälle erreichbar und werden auch weiterhin alles tun, um Tieren in Not zu helfen.

